Das Soli.Cafe ist ein interkultureller und gesellschaftspolitischer Treffpunkt. Ein Raum, der Platz für Workshops, Filmabende, Vorträge, Lesungen, Sprachkurse, Spielabende und andere kulturelle Veranstaltungen bietet und nicht dem Konsumzwang unterliegt. Im Zentrum stehen ein solidarisches Miteinander und ein antifaschistischer Grundkonsens. Menschen, die den Raum nutzen, sollen sich als Teilhabende und nicht als Konsument:innen verstehen. Gerne könnt ihr uns mit einer Spende unterstützen!

WIR HABEN WIEDER OFFEN!

FFP2 Maske

Die Maske muss aufgesetzt sein. Halstücher ö. ä. gelten nicht. Keine Ausnahme bei getestet/geimpften/genesen Personen

3G - getestet/geimpft/genesen

Es muss entweder ein Absonderungsbescheid, eine Impfbestätigung oder ein ein gültiger Test vorgezeigt werden.

Tracing

Es muss ein Kontakt im Contact Tracing hinterlassen werden: https://soli.cafe/cct. Die Daten werden nach 3 Wochen gelöscht.

Schön dass du da bist!

 

Diese Veranstaltung findet vor Ort statt. Für die Teilnahme gilt die 3G Regel und Tracing vor Ort. Keine Reservierung nötig.

„UNTEN“ Ein Dokumentarfilm von Djordje Čenić und Hermann Peseckas. Nach dem Film findet ein Filmgespräch statt.

87 Min. OmdtU, stereo 16:9 Hergestellt mit der Unterstützung von: BKA, Land Salzburg, Land Oberösterreich, Stadt Salzburg, Stadt Linz

Trailer

Wie kommt es, daß Jahr für Jahr Dutzende TaferlklasslerInnen dem jugoslawischen Präsidenten Josip Broz Tito in den Linzer Volkshäusern ewige Treue schwören? Was ist davon zu halten, wenn man im muttersprachlichen Zusatzunterricht in Linz von der jugoslawischen ArbeiterInnenselbstverwaltung und der Entfremdung der arbeitenden Klasse im Kapitalismus lernt und gleichzeitig fern der Heimat im Substandard wohnt? Wie wird man über Nacht vom Kommunisten zum Nationalisten? Heimat, was ist das? Und wieso muss immer das Gastarbeiter_innenkind den Nazi bei „Partisanen und Faschisten“, der jugoslawischen Variante von „Räuber und Gendarm“, spielen? Solche und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilmes, in welchem sich der Filmemacher Djordje Čenić, auf eine autobiografische Zeitreise begibt, die Mitte der Siebziger Jahre im jugoslawischen Gastarbeiter_innenmilieu in Linz beginnt und ihn in sein kriegszerstörtes Heimatdorf im heutigen Kroatien führt. In teils absurd-komischen teils tragischen Episoden, die von kleinen Siegen und großen Niederlagen, von Heimweh und Klassengegensätzen handeln, gewährt er tiefe Einblicke in seine Familiengeschichte und illustriert den Spagat zwischen „oben“ und „unten“, der exemplarisch für Generationen von Gastarbeiter_innen steht.

Fragen zum Film Djordje Čenić djordjecenic55@yahoo.com +43 650 680 91 55

Mag. Dorde Čenić *1975 in Linz als Gastarbeiter*innenkind. Lebt und arbeitet in Salzburg als Filmemacher. Filmographie:

Vor 50 Jahren wurde das Anwerbeabkommen zwischen Österreich und der damaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien unterzeichnet. Hunderttausende, meist junge Männer und Frauen machten sich in den darauffolgenden Jahren auf den Weg, in Österreich ihr Glück zu suchen. Unter ihnen befindet sich Rajko Čenić, der 1971 sein Heimatdorf Uzdolje in Norddalmatien im heutigen Kroatien verläßt. Er folgt dem Ruf seines Bruders und findet in Linz Arbeit als Schlosser. „Ein paar Jahre bleiben, genug Geld für ein Haus verdienen und dann unten ein neues Leben aufbauen.“, erzählt er vier Jahrzehnte später vor der Kamera. Auf einer gemütlichen Couch im Wohnzimmer einer Linzer Gemeindebauwohnung. Neben ihm sitzt seine Frau Milica Čenić, die sich fragt, wen denn schon eine Geschichte über Gastarbeiter_innen interessiert. Einen auf alle Fälle. Ihren Sohn. Er hat sich zum Ziel gesetzt, einen Dokumentarfilm über seine Familie zu drehen. Daraus entstanden ist „Unten“ (Regie: Djordje Čenić/Hermann Peseckas, AT 2016), in welchem sich der Filmemacher Djordje Čenić, auf eine autobiografische Zeitreise begibt, die Anfang der Siebziger Jahre im jugoslawischen Gastarbeiter_innenmilieu in Linz beginnt und ihn in sein kriegszerstörtes Heimatdorf im heutigen Kroatien führt. In teils absurd-komischen teils tragischen Episoden, die von kleinen Siegen und großen Niederlagen, von Heimweh und Klassengegensätzen handeln, gewährt Čenić tiefe Einblicke in seine Familiengeschichte und illustriert den Spagat zwischen „oben“ und „unten“, der exemplarisch für Generationen von Gastarbeiter_innen steht. Neben ihm selbst kommen seine Eltern, Verwandten und Nachbarn zu Wort. Der Film verzichtet weitgehend auf klassische Interviews, die Protagonist_innen bewegen sich in einer natürlichen, entspannten Atmosphäre, nicht selten switcht die Sprache innerhalb einer Szene unvermittelt von Serbokroatisch auf Deutsch und umgekehrt. „Unten“ kommt ohne Besserwisserei, ohne endgültige Urteile, ja sogar ohne ein fixes Thema aus. Vielmehr geht Čenić verschiedenen Aspekten seines Aufwachsens als Gastarbeiter_innenkind und seiner Identitätssuche auf den Grund, die durch den Zerfall Jugoslawiens noch erschwert wird. Trotz manchmal recht harter Einblicke weiß „Unten“ durch seine Leichtfüßigkeit, Selbstironie und seinen Humor zu überzeugen/fesseln. Besondere Authentizität verleiht dem Film die Verwendung von Familienfotos und Videos aus Kindheits- und Jugendtagen. Die Produktion von „Unten“ dauerte sechs Jahre. Der Film feierte seine Weltpremiere am 21. April 2016 bei Crossing Europe (Social Awareness Award) und seine internationale Premiere beim Sarajewo Filmfestival (EDN Award). Weitere nationale und internationale Festivalteilnahmen sind geplant.

 

Vorherige Veranstaltung

Talk Together lädt ein zum Spiele Test: Heldinnen

Das Spiel möchte zeigen, wie viele mutige und starke Frauen es überall auf der Welt gibt. Ihre Lebensumstände und Anliegen sind unterschiedlich, gemeinsam haben sie, dass sie gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Umweltzerstörung kämpfen und sich für eine friedliche und gleichberechtigte Zukunft einsetzen. Die Spieler*innen sind sie mit Gefahren konfrontiert, müssen Angriffe abwehren, Hindernisse überwin-den und Aufgaben lösen. Sie finden aber auch Verbündete, die sie dabei unterstützen. Die Spieler*innen spielen nicht gegeneinander, sondern versuchen gemeinsam, ihr Ziel zu erreichen.

Gemeinsam wollen wir das spiel testen, also kommt vorbei.

 
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