Das Soli.Cafe ist ein interkultureller und gesellschaftspolitischer Treffpunkt. Ein Raum, der Platz für Workshops, Filmabende, Vorträge, Lesungen, Sprachkurse, Spielabende und andere kulturelle Veranstaltungen bietet und nicht dem Konsumzwang unterliegt. Im Zentrum stehen ein solidarisches Miteinander und ein antifaschistischer Grundkonsens. Menschen, die den Raum nutzen, sollen sich als Teilhabende und nicht als Konsument:innen verstehen. Gerne könnt ihr uns mit einer Spende unterstützen!

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The Game von Manuela Federl 90 min. Im Soli.Cafe Am 30. September um 19:30

EINTRITT FREI!

THE GAME. Spiel zwischen Leben und Tod Im März 2020 gründen Club-Betreiber Bernd Karmann und Regisseurin Manuela Federl den Verein Lautlos e. V., um einen Hilfstransport nach Bosnien zur Hilfsorganisation SOS Bihac zu bringen. Ein kleines Filmteam begleitet den Hilfstransport, um den Spendern zu zeigen, dass ihre Kleidung vor Ort ankommt. Doch nach einigen Tagen in Bosnien erfassen die beiden Helfer erst das Ausmaß der Katastrophe: sie sehen Kinder, die mit ihren Eltern in heruntergekommenen Ruinen hausen, Menschen, die nichts zu Essen und nichts zu Trinken haben, Menschen ohne Unterkunft, ohne Perspektive, ohne Hoffnung. Schnell ist klar, dass sie keinen Film über einen Hilfstransport machen, sondern dass das menschliche Desaster an der EU-Außengrenze unbedingt dokumentiert werden muss. Sie beginnen mit den Dreharbeiten und begleiten Flüchtlinge auf ihrem Weg über die Grenze, sie sprechen mit Schmugglern, Einheimischen, Migrationsgegner und begleiten Flüchtlingshelfer bei ihrer Arbeit. Schnell stellen sie fest: bei den Geflüchteten dreht sich alles um THE GAME, dem Versuch illegal die EU-Grenze zu überqueren. Dabei werden die Migranten oft von gewalttätigen Milizen aufgehalten. Sie werden ausgeraubt, geschlagen, misshandelt und gedemütigt. Und probieren es trotzdem immer wieder. Es ist wie in einem Spiel, dem GAME wie sie selbst sagen. Einige überleben dieses gefährliche Spiel nicht.

An diesem „Spiel“ nehmen nicht nur junge Männer teil. Ganze Familien machen sich täglich auf den Weg und werden wieder zurückgeschickt. Doch nicht nur das Game ist gefährlich, auch die Lebensbedingungen in Bosnien sind erniedrigend und menschenunwürdig. Die Menschen haben kaum zu essen, viele haben Krätze und Verletzungen, die nie ausheilen konnten. Neben den Migranten spielen auch die Schmuggler mit, denn Menschenschmuggel ist ein lukratives Geschäft und Bosnien ein armes Land. All jene, die nicht an den Flüchtlingen verdienen, demonstrieren gegen sie. Im Chaos zwischen diesen Spielern bewegen sich die Helfer. Sie suchen ein Gleichgewicht zwischen Bestechung, Bedrohung und der Hilfe, die sie den Bedürftigen geben wollen. „THE GAME – Spiel zwischen Leben und Tod“ zeigt den gefährlichen Kreislauf vom Gehen und Zurückkommen, der nie endet. Der Film untersucht die humanitäre Krise an der EU-Außengrenze – nur 600 Kilometer von uns entfernt. Und zeigt schonungslos, was es heißt, wenn ein Menschenleben nichts wert ist. Und was es bewirkt, wenn einzelne das nicht hinnehmen. Sondern helfen.

Eine Veranstaltung mit Studio West: https://www.studiowestfilm.com/single-post/30-09-salty-doks-the-game-spiel-zwischen-leben-ond-tod

Studio West

 

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